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 RÖM. VILLA ÜTTFELD
Römische Gutshöfe
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RÖMISCHE GUTSHÖFE
 

Gutshöfe (Villen)
Bauerndörfer, wie sie im Mittelalter und der Neuzeit das Besiedlungsbild unserer Region bestimmen, gibt es in römischer Zeit nicht. Landwirtschaft wird vielmehr von Einzelgehöften aus betrieben. Einen solchen Gutshof bezeichnet man als „Villa“. Dabei umfaßt der Begriff nicht allein das Wohnhaus sondern alle Wirtschaftsgebäude, Geräteschuppen, Remisen, Speicher, Scheunen und Stallungen sowie das zugehörige Wiesen-, Weide-, Ackerland und die Wälder. Auch Bodenschätze und Steinbrüche werden von diesen Villen aus ausgebeutet.

Große Villen
Die Haupthäuser dieser Gutshöfe können beträchtliche Größe und sogar palastartiges Aussehen haben. Zu den größten Anlagen in unserem Gebiet gehört die in der Front etwa 140 m lange Villa bei Wittlich. Ihre leicht geschwungene Fassade folgt dem Lauf des nahe vorbeifließenden Flüßchens Lieser.
Die Villen in Oberweis und Fließem/Otrang in der Eifel und Nennig im Saarland weisen mit Mosaikböden geschmückte Räume auf. Zu dem in seinem Grundriß leider nicht bekannten Gebäude in Welschbillig gehört ein großer Zierteich mit steinernem Geländer, dessen Pfosten mit menschlichen Köpfen aus Kalkstein verziert sind. Auch diese prachtvollen Bauten sind die Zentren landwirtschaftlicher Betriebe.

Kleine Villen
Neben den repräsentativen Bauten, in denen die reichen Grundbesitzer residieren, kennen wir zahlreiche kleinere Bauernhöfe mit einfacher Ausstattung. Sie zeigen alle einen verwandten Bautyp: Einem zweigeschossigen rechteckigen Mitteltrakt ist eine eingeschossige offene Säulenhalle mit Pultdach vorgelagert. An ihren beiden Enden springen zwei Eckbauten über die Front der Säulenhalle vor. Diesen typischen Grundriß des Haupthauses einer Villa zeigen besonders deutlich die Gebäude von Holsthum und - trotz einiger Umbauten - Bollendorf.
Gerade diese einfachen Villen liefern uns in ihrer Vielfalt ein gutes Bild des Lebens auf dem Lande in römischer Zeit.
Auf einem solchen eher bescheidenen Gut leben Pächter oder selbständige Bauern mit ihren Familien. Auch sie wohnen recht komfortabel: Die Bruchsteinbauten sind innen und außen verputzt, ihre Dächer sind mit Ziegeln oder Schiefer gedeckt.Verglaste Fenster sind selbstverständlich. Mehrräumige Bäder mit großen Becken sowie Fußboden- und Wandheizung gehören zum Standard.




 

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